Obstanbau in der Pfalz

Obstart
ha
Apfel
538
Sauerkirsche
59
Zwetsche
193
Süßkirsche
33
Mirabelle
32
Birne
92
Strauchbeere
40
Erdbeere
101



Jahresdurchschnittstemperatur10,1° C

Jahresniederschläge643 mm

Höhenlage üNN125 - 200 m

Bodenartenleicht lehmiger Sand - sandiger Lehm (Rheinsaum)

sandiger Lehm – toniger-Lehm (Südpfalz,Rheinsaum bis Pfälzerwald)


VermarktungErzeugergenossenschaften VOG Weisenheim und Pfalzmarkt sowie Direktvermarktung



Landkreise mit Obstbau:
Bad Dürkheim, Donnersbergkreis, Germersheim, Neustadt, Südliche Weinstraße, Rhein-Pfalz, Städte Speyer, Landau, Ludwigshafen

Geologie:

Das Obstanbaugebiet umfaßt drei ökologisch unterschiedliche
Regionen mit folgenden Schwerpunkten:
  • Die Westpfalz mit dem Zentrum am Donnersberg, ein prädestiniertes Gebiet für Spätobst sowie Birnen
  • Die Vorderpfalz mit ihren leicht erwärmbaren, sandigen Böden, eines der frühesten Anbaugebiete Deutschlands: Anbauschwerpunkte sind Äpfel, Zwetschgen und Kirschen. Das Zentrum liegt in Weisenheim am Sand
  • Die Südpfalz, südlich von Landau gelegen, ein Gebiet mit besten Lößböden und reichlich Niederschlägen. Hier dominiert der Apfelanbau.


Obstbau früher und heute

Aufgrund der Dominanz des Weinbaues gehört die Pfalz zwar zu den kleineren Anbaugebieten in Deutschland, doch klimatisch gesehen gehört sie zu den Größten. Eine durchschnittliche mittlere Jahrestemperatur von rund 10 °C sowie über 1700 Sonnenscheinstunden je Jahr machen die Pfalz zu einem bevorzugten Obstanbaugebiet. Dies erkannten schon die Römer, die den Obstbau in diese Region mitbrachten: Auch Ludwig I. pries die Pfalz seinerzeit als ”Garten Deutschlands”. Neben den heimischen Obstarten gedeihen in dem Weinbauklima auch exotische Früchte wie Kiwi, Feigen, Mandeln und Nashis (Asienbirne).

Die Betriebsstruktur ist geprägt von Familienbetrieben mit Obst- u. Weinbau. Sie haben hier in der Region eine lange Tradition. Viele Betriebe vermarkten ihre Früchte direkt zusammen mit dem Wein ab Hof. Die Verbraucher schätzen hier besonders die Atmosphäre in den Obst- und Winzerhöfen sowie die Frische und Qualität. Der andere Teil wird über Genossenschaften in der ganzen Bundesrepublik angeboten. Durch die klimatische Bevorzugung der Pfalz reicht die Angebotspalette von Mai bis Ende Oktober.

Vorteil marktnahe Produktion: Das Anbaugebiet der Pfalz liegt direkt im Einzugsraum des Ballungsraums Rhein-Main-Neckar. Das hat für den Verbraucher viele Vorteile. Zum einen kann er ohne lange Anfahrtswege ”direkt vor Ort” aus der vielfältigen ”Aroma-Obst-Palette” auswählen, zum anderen bleiben die Früchte möglichst lange am Baum hängen. Erst wenn Geschmack, Aroma und Fruchtfarbe optimal ausgeprägt sind, wird das Obst ”baumreif” geerntet und innerhalb kürzester Zeit dem Verbraucher angeboten. Die Pfälzer geben ihren klimatischen Vorteil also direkt an den Konsumenten ohne lange Transportwege weiter. ”Aroma-Obst” aus der Pfalz erkennen Sie an den gelb-roten Aroma-Obst-Schildern an Bauernhöfen, Wochenmärkten und guten Obstgeschäften. Selbstverständlich ist für die Pfälzer Obstbauern, dass nach den Richtlinien des umweltschonenden integrierten Obstanbaus gearbeitet wird.


Download: Obstbanbau Pfalz.pdf



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