Apfelblutlaus


Wissenschaftl. Bezeichnung:

© DLR

Art:
Schädlinge

Allgemeine Bedeutung:

Schadbild:
Ab Mitte Mai treten an Wund- und Schnittstellen, etwas später auch an jungen Trieben, bläulichweiße, wattebauschähnliche Gebilde auf. Darin befinden sich Kolonien plumpgebauter bis 2 mm langer graubrauner Läuse.
Durch die Saugtätigkeit der Blutläuse kommt es zu Rindenwucherungen, dem sog. Blutlauskrebs. Bei stärkerem Befall an jungen Trieben können diese eintrocknen.

Biologie:
Die Blutlaus gehört zur Gruppe der Blattläuse. Im Sommerhalbjahr vermehren sich die Tiere auf ungeschlechtlichem Wege sehr schnell. Die Überwinterung erfolgt durch ungeflügelte Läuse am Stammgrund und am Wurzelhals in Borkenrissen. Häufig werden im Laufe des Sommers viele Blutläuse von winzig kleinen Schlupf- oder Zehrwespen parasitiert. Mit einer Lupe kann man an den abgetöteten schwarzgefärbten Blutläusen das Loch erkennen, aus dem die fertige Blutlauszehrwespe geschlüpft ist. Leider reichen auch hohe Parasitierungsraten durch diesen Nützling nicht immer aus, um einen starken Befall im nächsten Frühjahr zu verhindern.

Bekämpfung:
Befallene Jungtriebe sind im Rahmen des Sommerschnittes zu entfernen. Kolonien an Stamm- und Astwunden kann man mit einer Bürste und Schmierseifenlösung beseitigen.
Zur chemischen Bekämpfung stehen derzeit keine geeigneten Mittel zur Verfügung.
Größere Bäume vertragen einen Blutlausbefall in der Regel recht gut, so dass im Garten eine Bekämpfung nicht unbedingt erforderlich ist.
http://www.pflanzenschutz-hausgarten.de/

Beratung:
Gartenakademie

Bilder:







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